Der Summer Manga Tournament 2016!

 

Ich kann es immer noch nicht fassen.

Als ich von meiner Künstlerfreundin Tiju vom Summer Manga Tournament von Comicwelt erfuhr, bahnte sich unwillkürlich eine Story in meinem Kopf an. Und das, obwohl ich eigentlich überhaupt keine Zeit in ein neues Projekt stecken wollte! Doch mit Schokolade, angenehmer Gesellschaft und genug Stiften erlag ich schließlich doch der Verlockung und beschloss kurzer Hand mitzumischen – bei diesem Mangawettbewerb, bei dem sich entweder alles um Türen und Action oder um Schlüssel und Liebe drehte.

Binnen eines Tages stand der Plot. Mochi und Yoshi eroberten mein Herz, und auch Floxi, der Charakter von Ihabo Azzamo, den es einzubauen galt, schlich sich leise mit hinein. Sogar Macao, den Brötchen-Macker, gewann ich lieb.

Ich brannte darauf, loszulegen.

Und dann versank ich. Tief.

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Obwohl ich nicht zum ersten Mal an einem Doujinshi zeichnete, obwohl ich es schon so oft hinter mich gebracht hatte, stellte dieser Wettbewerb meine neue größte Herausforderung dar. Zeitplan? Der lag schnell im Müll.

Ein paar Tage vor Einsendeschluss gab ich ab, mit einem schalen Gefühl in der Magengegend. So viel Zeit hatte ich investiert, so viele Wochen mit dieser kurzen Geschichte verbracht – angesichts der Tatsache, dass ich vorhatte, demnächst vier Mangabände mit einer Gesamtzahl von 800 Seiten zu zeichnen, hatte ich mich verdammt lahm angestellt. Wenn das so weitergehen würde, könnte ich es niemals schaffen, die Geschichte von Charlotte und Klaus zu zeichnen.

Weil ich schon immer davon geträumt habe, einen Anime zu machen, versuchte ich mich mit dem Wettbewerbsbeitrag mit einem Comic-Video, auch Vomic genannt. Ich trommelte ein Synchronsprecherteam zusammen, arbeitete mich in Videoprogramme weiter rein und verbrachte viel zu viele Nächte im Wachzustand.

Hat es sich gelohnt?

Nein.

Hat es sich für mich gelohnt?

Ja.

Ich liebe es, gemeinsame kreative Projekte zu leiten oder dabei zu sein. Aufwand ist mir ein Fremdwort, ich war schon immer eine von der Alles-ist-möglich-Fraktion, was daran liegen könnte, dass ich als Kind definitiv zu viel Digimon geschaut habe. Allein um der gemeinsamen Zeit Willen würde ich es wieder tun. Und ich werde es wieder tun. Von Anfang an hatte ich geplant, meinen Wettbewerbsbeitrag auch auf Deutsch und Englisch zu veröffentlichen. Viele Hindernisse haben sich mir dabei in den Weg gestellt, aber dafür weiß ich jetzt ganz genau, wie ich diese Hürden überwinden kann.

Im Frühjahr erreichte mich dann die freudige Nachricht, zusammen mit Komplimenten von Menschen, die ich sehr bewundere – am meisten bedeuteten mir die Worte von Ihabo Azzamo und Melanie Schober. Danke dafür!

Danke, dass ihr Fett Verliebt anerkannt habt 🙂

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